MAFINEX-Technologiezentrum beteiligt sich am Netzwerk Smart Production
Auf Augenhöhe mit Global Playern


Mannheim. Die Metropolregion Rhein-Neckar wird zum nationalen Hot-Spot der Digitalisierung und Industrie 4.0: Mit 28 Partnern ist das Netzwerk Smart Production nun offiziell an den Start gegangen. Vom innovativen Start-Up über den produzierenden Mittelstand und drei Hochschulen bis hin zu Global Playern aus der Region ist die gesamte Bandbreite an möglichen Partnern vertreten. Auch die mg: mannheimer gründungszentren gmbh ist mit von der Partie. Die Gründungsveranstaltung des Netzwerkes fand in den Räumlichkeiten des MAFINEX-Technologiezentrums statt. „Es freut mich als Zentrumsleiterin MAFINEX-Technologiezentrums sehr, dass die Gründungsveranstaltung dieses zukunftsweisenden Netzwerks hier stattgefunden hat“, so mg:gmbh-Prokuristin Dr. Claudia Rabe. „Wohin würde sie auch besser passen als in ein Zentrum, in dem Innovation, Technologie und Gründergeist zu Hause sind?“ „Die aktuellen Umbrüche innerhalb der industriellen Produktion sowie die Entwicklungen hin zu Digitalisierung der Wirtschaft beeinflussen natürlich das MAFINEX-Technologiezentrum maßgeblich in der strategischen Ausrichtung“, so Claudia Rabe weiter. Dies bedeutet für den „Alltag“ im Zentrum etwa eine dezidierte Auswahl der Startups, eine Schwerpunktbildung der im Haus angebotenen Veranstaltungen sowie die Einbindung in tragfähige Netzwerke. „Das Netzwerk Smart Production bietet optimale Potentiale an Kontakten für ein gutes Miteinander, die den Unternehmen im Haus und auch dem Zentrum einen immensen Mehrwert versprechen.“ Claudia Rabe ist stolz, dass gleich vier Unternehmen aus dem Haus unter den 28 Gründungsmitgliedern sind. „Ich bin sicher, dass sich diese Anzahl derer im Verlauf der kommenden Monate noch weiter steigern wird.“
Einer der Teilnehmer am Netzwerk ist die Firma Königsweg aus dem MAFINEX-Technologiezentrum. „Industrie 4.0 bedeutet für die Wirtschaft nicht weniger als einen grundlegenden Paradigmenwechsel. Als Beratungs- und Implementierungsunternehmen mit den Schwerpunkten Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung agiert Königsweg in diesem Prozess an einer zentralen Schnittstelle“, sagt Geschäftsführer Sieer Angar. „Wir verfolgen dort einen integrativen Ansatz, der sowohl strategische Konzeptionen als auch deren technische Umsetzung umfasst.“ Nicht zuletzt deshalb unterstützt Königsweg die Initiative der Stadt Mannheim und ihres Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz und hat den Aufbau des Netzwerks aktiv vorangetrieben. Das Konzept einer interdisziplinären Wissens- und Technologieplattform ist die konsequente Fortführung einer integrativen Logik.
Robotik, Automation, Cloud Computing oder eMobility sind sowohl aktuelle Schwerpunktthemen von Industrie 4.0 als auch Kernkompetenzen der im MAFINEX-Technologiezentrum ansässigen Unternehmen. „Unsere Mandanten aus den Gründungszentren können in diesen Bereichen zu wichtigen Impulsgebern werden“, so Angar weiter. Das Netzwerk Smart Production unterstützt sie darin „Als Mitglied des Executive Boards ist es unser Ziel, mit dem Netzwerk Smart Production das vorhandene Potenzial der lokalen Akteure und des Standortes zu bündeln und als innovationstreibende Kraft in der Region zu etablieren“ erklärt Angar. Königsweg hat daher sowohl im Konsortium des Smart Factory Demonstrators als auch im Executive Board des Netzwerks stark für die Einrichtung des Smart Factory Demonstrators im MAFINEX-Technologiezentrum geworben. „Wir freuen uns, dass beide Gremien unseren Vorschlag unterstützen und dieses wegweisende Pilotprojekt nun im Gründungszentrum realisiert wird. In letzter Konsequenz bestätigt diese Entscheidung das große Engagement der Stadt Mannheim im Bereich Wachstum und Innovation. Königsweg wird sich abseits der strategischen Ausrichtung auch auf inhaltlich und strukturell einbringen.“ Im Zuge des Projekts Smart Factory Demonstrator wird Königsweg die Hub-Funktion gewährleisten und die Infrastruktur für die zentrale Schnittstelle stellen.
Das Netzwerk Smart Production ist eine deutschlandweit in ihrem vielschichtigen Ansatz einzigartige Technologieplattform für Wachstum und Innovation im Bereich Industrie 4.0 – mit dem Ziel, konsequent zu wachsen. Für Unternehmen soll eine Basis geschaffen werden, um die wertschöpfenden Potenziale dieser Entwicklung bestmöglich zu nutzen. Aus dem MAFINEX-Technologiezentrum ist der Integrationsexperte „neogramm“ mit an Bord und gestaltet zusammen mit anderen Partnern das Teilprojekt „Smart Factory-Demonstrator“. Als Mitglied des Executive Boards steuert „neogramm“-Geschäftsführer Kai Blümchen zusammen mit den weiteren Mitgliedern auch die Entwicklung und strategische Ausrichtung des Netzwerks. „Das Netzwerk Smart Production gibt Start-up-Unternehmen wie „neogramm“ die Chance, Global Playern auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam mit Industrie und Forschung an den Lösungen von morgen zu arbeiten“, so Geschäftsführer Blümchen. Er erhofft sich von der Teilnahme an dem Netzwerk „unser Leistungsportfolio mit den Netzwerkpartnern abzurunden und somit unseren Kunden ganzheitliche und innovative Lösungen im Kontext von Industrie 4.0 anbieten zu können“. Als Mitglied des Executive Boards möchte er den mitwirkenden Start-ups eine Stimme geben und ihr vorhandenes Innovationspotenzial in das Lenkungsgremium einbringen. Das Netzwerk Smart Production ist für ihn eine einmalige Chance, seine Vorstellungen von der zukünftigen Automatisierung, die auch bereits bei der Gründung von „neogramm“ im Vordergrund standen, Realität werden zu lassen. So habe „neogramm“ als Mitglied der Projektgruppe „Smart Factory Demonstrator“ die Möglichkeit, die technische Machbarkeit neuer digitaler Vernetzungen als realitätsnahen Use Case zu testen und seine Lösungsansätze unmittelbar mit einzubringen. In diesem Projekt werden die Prinzipien von Smart Production bzw. Industrie 4.0 in einem realen Produktionsprozess dargestellt und Schlüsselherausforderungen adressiert. So wird im Gegensatz zu anderen Demonstrator-Projekten ein Produktionsprozess dargestellt, der sich daran orientiert, dass viele Produkte an mehreren Standorten, dezentral von unabhängigen Partnern hergestellt werden. Mehrere dezentrale Teile des Demonstrators werden zukünftig internetbasiert aus dem MAFINEX-Technologiezentrum integriert gesteuert und Interessierten vorgestellt.
Auch für Mario Hermann, Geschäftsführer von „MM-Automation“ aus dem MAFINEX-Gründerzentrum, bietet das Netzwerk Smart Production die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten in einem regen Austausch zum Thema Industrie 4.0 deren Erfahrungen und Erkenntnisse gemeinsam in einem Projekt zu verwirklichen und gegenseitig zu profitieren. „MM-Automation“ kann im Bereich der Automatisierung und im speziellen in der Robotertechnik auf einen sehr großen Erfahrungsschatz zurückblicken, den das Unternehmen in das Netzwerk einbringen möchte. „Wir bieten als junges Unternehmen dem Mittelstand zielgerichtet Lösungen in der Industrie 4.0 an und erhoffen uns, durch die Vernetzung aktiv wahrgenommen zu werden, um weitere Kunden zu gewinnen“, so Hermann weiter. „Unser Know How liegt in der virtuellen Welt, von der virtuellen In-Betriebnahme bis zur virtuellen Prozessoptimierung. Dies können wir als Firma unabhängig von den Standorten der Produktionsstätten sehr gut abbilden. Unsere Erfahrungen aus der Praxis fließen direkt in der Virtuellen Produktion realitätsnah und produktionsunabhängig ein und bieten die Industrie 4.0 hautnah an.“
Auch das Start-Up „Yoptino“ ist Teil des neuen Netzwerkes. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Monitoring von physikalischen und physiologischen Parametern am menschlichen Körper, zur Entwicklung eines Digitalen Coaches. „Einem digitalen Partner, der den Nutzer durchs Leben führt. Der für sportliche Aktivitäten, aber auch im Arbeitsleben mit Vorhersagemodellen sehr smart vor gesundheitlichen oder anderen Gefahren warnen solle, oder die Arbeitseffizienz steigern kann“, so Geschäftsführer Dr. Steffen Noehte. Das ganze hat mit Sensoren und deren intelligenten Auswertung zu tun. Ähnlich ist das bei Industrie 4.0, so können die Arbeitsprozesse wirtschaftlicher und teilweise ökologischer gestaltet werden. Das MAFINEX-Technologiezentrum, in dem die yoptino seit Februar letzten Jahres ihre Labors hat, liegt zentral zu sehr interessanten Firmen in der Metropolregion. Drei Partner sind Mieter im MAFINEX-Technologiezentrum. „Da sind die Wege besonders nahe.“
„Besonders schätze ich die Beteiligung der umliegenden Hochschulen im Netzwerk, die einen wichtigen Teil bei der Analyse und Simulation der Modelle leisten können“, so Noethe weiter. „Da wir auch im Bereich der Innovationsberatung tätig sind, erhoffe ich mir in der Kombination des Verbundes an realen Beispielen zeigen zu können, dass die Idee der „Smart Production“ große Vorteile bringt“, erklärt Noethe. „Yoptino“ ist mit seiner Sensorik und Erfahrung sehr nahe am Thema. Schon in seiner vorherigen Firma, „tesa scribos“, hat er hochtechnische Sondermaschinen in Eigenentwicklung hergestellt. „Diese Produktionsgeräte sind komplett neue Entwicklungen mit hohem Automatisationsgrad und einer anspruchsvollen Qualitätssicherung. Da sind bereits viele der hier diskutierten Themen dabei. Diese Erfahrung tauschen wir gerne mit den Partnern aus, mit der Gewissheit, dass sich das in Zukunft auch wieder auszahlt.“ Im März 2015 hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Mannheim die Initiative mit dem Ziel angestoßen, die Unternehmen der Wirtschaftsregion beim Wettrennen der Digitalisierung bestmöglich zu unterstützen und dazu die außergewöhnlich guten Potenziale der Metropolregion zu aktivieren und zu bündeln. Bei zwei „Netzwerkforen“ hatten sich interessierte Unternehmen sowie Institutionen der Wissenschaft und Forschung bereits intensiv und praxisorientiert mit den Herausforderungen, aber auch den Möglichkeiten von Industrie 4.0 beschäftigt. In sechs verschiedenen Workshops wurden Projektideen und konkrete gemeinsame Projekte aus der Taufe gehoben. Das Netzwerkmanagement ist seit der ersten Stunde beim Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim angesiedelt. Ab dem 01. März 2016 gibt es Verstärkung. Im Rhein-Neckar-Kreis wird das Netzwerkmanagement eine zweite Dependance haben..

Über die mg: mannheimer gründungszentren gmbh

Die mg: mannheimer gründungszentren gmbh ist die Betreibergesellschaft der zielgruppenorientierten Gründungszentren MAFINEX-Technologiezentrum, Musikpark Mannheim, ALTES VOLKSBAD – CREATIVE BUSINESS, gig7 Gründerinnenzentrum, Deutsch-Türkisches-Wirtschaftszentrum, CUBEX41, C-HUB, Textilerei sowie des Clustermanagements Musikwirtschaft Mannheim & Region. Die Tochtergesellschaft der Stadt Mannheim ist die größte Fördereinrichtung für Existenzgründer in Baden-Württemberg. Weitere Informationen unter www.mg-gmbh.net

Bildunterschrift: MAFINEX-Leiterin Dr. Claudia Rabe bei der Gründung des Netzwerkes Smart Production im Technologiezentrum MAFINEX. Abdruck frei / Bildcredit: Stadt Mannheim (Dietrich Bechtel) / Bitte um Belegexemplar

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